
Shopware 6 vs. Shopify
Autor:
Konstantinos
Veröffentlich am:
08.10.2026
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Das Wichtigste in Kürze
- Shopware 6 bietet verschiedene Betriebsmodelle vom selbst gehosteten Shop bis zur Cloudlösung, während Shopify Hosting und Plattformupdates zentral übernimmt.
- Für Unternehmen mit begrenzten technischen Ressourcen kann Shopify den Einstieg erleichtern, wobei auch Shopware SaaS den technischen Betrieb weitgehend abnimmt.
- Shopware 6 ist bei individuellen Geschäftsprozessen besonders prüfenswert, während die Eignung beider Systeme für B2B von den benötigten Funktionen und dem gewählten Plan abhängt.
- Vergleichen Sie neben Lizenz- und Abonnementkosten auch Einrichtung, Erweiterungen, Wartung und Zahlungsgebühren.
- Entscheidend ist, welches System Ihre Anforderungen heute und bei künftigem Wachstum wirtschaftlich abdeckt.
Shopware 6 vs. Shopify: Die Shopsysteme im Überblick
Bei der Wahl Ihres Shopsystems entscheiden Sie auch darüber, wie Sie Ihren Onlineshop betreiben und wer die technische Verantwortung übernimmt. Shopware 6 bietet verschiedene Betriebsmodelle, vom selbst gehosteten Shop bis zur Cloudlösung. Shopify stellt Ihnen eine gehostete Plattform bereit. Welche Lösung zu Ihrem Unternehmen passt, hängt deshalb auch davon ab, wie viel technische Kontrolle Sie benötigen und welche Aufgaben Sie selbst übernehmen möchten.
Was ist Shopware 6?
Shopware 6 ist eine E-Commerce-Plattform, die Sie selbst hosten oder als Cloudlösung nutzen können. Beim eigenen Hosting organisieren Sie den technischen Betrieb selbst oder gemeinsam mit einem Dienstleister. Alternativ bietet Shopware die Betriebsmodelle SaaS und PaaS an. Diese unterscheiden sich darin, welche Aufgaben der Anbieter übernimmt und welche Möglichkeiten Sie für individuelle Anpassungen erhalten.
Was ist Shopify?
Shopify ist eine gehostete Shoplösung. Das Hosting ist Bestandteil der Plattform, sodass Sie für Ihren Shop keinen eigenen Serverbetrieb organisieren müssen. Auch Aktualisierungen der Shopify-Plattform erfolgen automatisch. Damit entfallen für Sie wesentliche Aufgaben rund um die technische Infrastruktur.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen Shopware 6 und Shopify
Ein zentraler Unterschied liegt in der Wahl des Betriebsmodells. Bei Shopware 6 können Sie entscheiden, ob Sie das Hosting selbst organisieren oder eine Cloudvariante nutzen. Shopify übernimmt das Hosting innerhalb seiner Plattform. Der tatsächliche Aufwand für Wartung und Updates hängt bei Shopware daher von der gewählten Variante ab. Ein Vergleich sollte diese Unterschiede berücksichtigen, statt Shopware grundsätzlich mit eigenem Hosting gleichzusetzen.
Hosting, Betrieb und technische Verantwortung
Das Hosting bestimmt, auf welcher Infrastruktur Ihr Shop läuft. Das Betriebsmodell legt außerdem fest, wer Aktualisierungen durchführt und die technische Umgebung betreut. Für Ihre Entscheidung sollten Sie deshalb klären, welche Aufgaben Ihr Unternehmen übernehmen kann und welche Unterstützung Sie benötigen.
Betriebsmodelle und Hosting bei Shopware 6
Beim selbst gehosteten Shopware-Shop organisieren Sie die Hostingumgebung und die Aktualisierung Ihrer Installation. Das ermöglicht Ihnen, den Betrieb nach Ihren Anforderungen aufzubauen, setzt aber entsprechende technische Betreuung voraus.
Mit Shopware SaaS nutzen Sie die Software als bereitgestellten Dienst. Shopware übernimmt dabei Hosting, Softwareupdates und Wartung. Die PaaS-Variante stellt eine betreute Infrastruktur bereit und bietet mehr Spielraum für individuelle Anpassungen. Softwareupdates bleiben bei diesem Modell Aufgabe des Shopbetreibers.
Shopify als gehostete Shoplösung
Bei Shopify gehört das Hosting zur Shoplösung. Sie müssen daher keine separate Serverumgebung für den Betrieb der Plattform einrichten. Shopify führt Plattformupdates automatisch durch und stellt verschlüsselte Verbindungen zum Shop und zum Administrationsbereich bereit.
Für Sie reduziert dieses Modell den Aufwand für die technische Basis Ihres Onlineshops. Bei der Planung sollten Sie dennoch berücksichtigen, welche Betreuung Ihre individuellen Anpassungen benötigen.
Updates, Wartung und Sicherheit im Vergleich
Bei einem selbst gehosteten Shopware-Shop müssen Updates vorbereitet und durchgeführt werden. Shopware empfiehlt, Aktualisierungen mit entsprechender Erfahrung oder mit Unterstützung einer Partneragentur vorzunehmen. Dafür sollten Sie Zeit und technische Ressourcen einplanen.
Shopware SaaS übernimmt Softwareupdates und Sicherheitspatches automatisch. Bei Shopify erfolgen die Updates der Plattform ebenfalls automatisch. Diese Entlastung betrifft jedoch die jeweilige Plattform: Individuelle Erweiterungen und Anpassungen sollten Sie bei Ihrer Wartungsplanung gesondert berücksichtigen.
Kosten von Shopware 6 und Shopify im Vergleich
Für einen aussagekräftigen Kostenvergleich sollten Sie mehr als die monatliche Grundgebühr betrachten. Zur Gesamtinvestition gehören auch Einrichtung, Gestaltung, Erweiterungen, technische Betreuung und Zahlungsabwicklung. Welche Lösung für Ihr Unternehmen wirtschaftlicher ist, hängt deshalb von Ihren Anforderungen und dem gewählten Betriebsmodell ab.
Shopware 6 oder Shopify: Welches System passt zu welchem Unternehmen?

Welche Plattform zu Ihrem Unternehmen passt, hängt von Ihren Vertriebsprozessen, technischen Ressourcen und Wachstumsplänen ab. Die Unternehmensgröße allein reicht als Entscheidungskriterium nicht aus. Ein kleiner Händler kann anspruchsvolle Schnittstellen benötigen, während eine größere Marke mit weitgehend standardisierten Abläufen arbeitet. Vergleichen Sie deshalb, wie gut die Systeme Ihre konkreten Anforderungen abdecken.
Kleine Unternehmen mit begrenzten technischen Ressourcen
Wenn Sie keine eigene IT-Abteilung haben und den technischen Betrieb möglichst weitgehend abgeben möchten, kann Shopify eine passende Wahl sein. Hosting und automatische Plattformupdates sind Bestandteil der Lösung. Dadurch müssen Sie weniger Aufgaben rund um die technische Infrastruktur selbst organisieren. Die Einrichtung und Pflege Ihres Shops sollten Sie dennoch einplanen.
Auch Shopware SaaS nimmt Ihnen Aufgaben wie Hosting, Softwareupdates und Wartung ab. Ein selbst gehosteter Shopware-Shop kommt dagegen vor allem dann infrage, wenn Sie die technische Betreuung intern oder durch einen Dienstleister sicherstellen können. Eine kostenlose Softwarelizenz allein macht den Betrieb deshalb noch nicht zur wirtschaftlichsten Lösung.
Wachsende Marken mit Fokus auf schnellen Markteintritt
Für einen zügigen Start sollten Sie prüfen, welche Anforderungen sich mit vorhandenen Funktionen und Gestaltungsvorlagen umsetzen lassen. Shopify bietet eine gehostete Plattform mit Shopvorlagen und verschiedenen Abonnementstufen. Wenn diese Möglichkeiten Ihren Bedarf abdecken, kann das die Grundlage für einen überschaubaren Projektumfang schaffen.
Shopware sollten Sie ebenfalls berücksichtigen, insbesondere wenn Sie zwischen unterschiedlichen Betriebsmodellen wählen möchten. Entscheidend für den Zeitplan ist bei beiden Systemen, wie viele individuelle Anpassungen, Datenübernahmen und Anbindungen Sie zum Start benötigen. Definieren Sie deshalb zunächst den notwendigen Funktionsumfang und planen Sie spätere Erweiterungen getrennt davon.
Händler mit komplexen Sortimenten und individuellen Prozessen
Bei komplexen Anforderungen sollten Sie die Auswahl an konkreten Abläufen prüfen. Müssen Preise, Versandbedingungen oder Aktionen nach bestimmten Regeln gesteuert werden, bietet Shopware mit dem Rule Builder entsprechende Möglichkeiten. Der Flow Builder ergänzt diese um die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Damit ist Shopware eine prüfenswerte Option, wenn individuelle Regeln einen wesentlichen Teil Ihres Geschäftsmodells ausmachen.
Ein umfangreiches Sortiment allein entscheidet jedoch nicht über das passende System. Lassen Sie für beide Plattformen prüfen, wie Ihre Produktstruktur und die wichtigsten Prozesse umgesetzt werden können. Berücksichtigen Sie dabei benötigte Erweiterungen, Schnittstellen und den späteren Pflegeaufwand. Eine praktische Demonstration Ihrer Kernabläufe ist aussagekräftiger als ein allgemeiner Funktionsvergleich.
B2B-Unternehmen mit besonderen Vertriebsanforderungen
Im B2B-Vertrieb sollten Sie besonders genau prüfen, wie das System Ihre Kundenorganisationen und Bestellabläufe abbildet. Shopware bietet mit den B2B Components Funktionen für komplexere Organisationsformen und Vertriebsprozesse. Diese stehen ab dem Plan Evolve über die Erweiterung Shopware Commercial zur Verfügung. Der benötigte Funktionsumfang sollte daher frühzeitig in die Planwahl einfließen.
Shopify stellt B2B-Funktionen in Basic, Grow, Advanced und Plus bereit. Der Umfang unterscheidet sich jedoch nach Plan. Basic, Grow und Advanced ermöglichen bis zu drei aktive Kataloge über die B2B-Märkte. Plus bietet unbegrenzt viele Kataloge sowie deren direkte Zuordnung zu Unternehmen und Standorten. Prüfen Sie deshalb, wie differenziert Sie Sortimente und Preise für Ihre Geschäftskunden steuern müssen.
Entscheidungskriterien für die langfristige Systemwahl
Für eine tragfähige Entscheidung sollten Sie Ihre heutigen Anforderungen gemeinsam mit den geplanten Entwicklungsschritten betrachten. Halten Sie fest, welche Funktionen unverzichtbar sind, welche Systeme angebunden werden müssen und wer den laufenden Betrieb betreut. Vergleichen Sie anschließend die Gesamtkosten für denselben Leistungsumfang und Zeitraum.
Beziehen Sie auch Ihre tägliche Arbeit ein: Wie pflegen Sie Produkte und Inhalte? Wie bearbeiten Sie Bestellungen? Welche Aufgaben sollen künftig automatisiert werden? Testen Sie diese Abläufe möglichst anhand Ihrer eigenen Anforderungen.











